Aktivitäten der Abteilung Informationstechnik

Vom Hacker zum IT-Sicherheitsberater

In unserer Aula fand ein Vortrag des ehemaligen Hackers Adrian Janotta statt, der die Seiten gewechselt hat und nun als selbstständiger IT-Sicherheitsberater Kunden darin unterstützt, sich vor Hackerangriffen zu schützen. Der Vortrag richtete sich an die Auszubildenden der verschiedenen IT-Berufe und BFI.

Das Thema IT-Sicherheit gewinnt immer mehr an Bedeutung. Ereignisse wie der Angriff auf Router-Geräte hunderttausender Telekom-Kunden im November 2016 oder die weltweite Cyberattacke „Wanna Cry“ im Mai 2017 zeigen, dass jedermann betroffen sein kann. Um den künftigen IT-Fachleuten Einblicke in die Arbeitsweise der Hacker zu geben und gleichzeitig über die Möglichkeiten der Abwehr zu informieren kam Adrian Janotta der Einladung unseres Kollegen Markus Elsberger nach. Janotta ist der Unternehmensgründer von Janotta & Partner. Das Cybersecurity Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, gehackte Webseiten wiederherzustellen oder auch Server vor Angriffen abzusichern.

In der ca. dreistündigen Veranstaltung ging es um die verschiedenen Aspekte der IT-Sicherheit. Als erstes wurde die aktuelle Sicherheitslage mit Bezug auf das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erläutert. Anschließend ging Adrian Janotta sehr ausführlich auf das Thema Social Engineering ein. Dabei geht es um das Ausspähen sicherheitsrelevanter Informationen. Gerade der Risikofaktor Mensch und dessen Manipulation stand dabei im Mittelpunkt. Hier soll für junge angehende IT‘ler ein Bewusstsein geschaffen werden.

Ein weiterer Eckpunkt war auch die Definition und die Erläuterung zum Begriff Hacker. Was ist im Netzwerkbereich noch legal und was ist bereits eine Straftat? Abgerundet wurde der Vortrag mit der Beschreibung einiger Programme, mit welchen es zum Beispiel ein Leichtes ist, das Passwort eines Accounts zu hacken. Zum Schluss beantwortete der Referent Fragen der interessierten Zuhörer und verabschiedete sich mit dem Ausblick, auch im nächsten Schuljahr für eine Veranstaltung bei uns zur Verfügung zu stehen.

Tipps fürs digitale (Über)Leben

Wir posten, wir teilen, wir twittern, wir snappen. Die Bandbreite an Möglichkeiten sich mit anderen zu vernetzen und online auszutauschen, ist aufgrund der medialen Vollversorgung nahezu grenzenlos. Aber ist alles was geht, auch erlaubt? Mit dieser Frage setzen sich die Schülerinnen und Schüler der Fachgruppe Informatik im Rahmen eines Expertenvortrags auseinander. Fritz Schweibold von der Polizeiinspektion Landshut stattete, wie auch schon in den letzten Schuljahren, der Schule hierfür einen Besuch ab.

An Beispielen aus dem Alltag der Jugendlichen, führte Herr Schweibold den Klassen straf- und zivilrechtliche Konsequenzen von Urheberrechts- und Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Netz vor Augen und veranschaulichte diese auch mit Fallbeispielen aus seinem Berufsalltag. Darüber hinaus beantwortete Herr Schweibold die Fragen der Schülerinnen und Schülern zu Streaming, Copyright, Datenschutz und dem Recht am eigenen Bild.

Da man angesichts der vielen Regelungen und Gesetze aber leicht den Überblick verlieren kann, gab der Polizeibeamte den Jugendlichen einen wichtigen Ratschlag mit auf den Weg: „Immer zuerst nachdenken, bevor man handelt. Dies gilt nicht nur für’s echte, sondern auch für’s digitale Leben.“

Das Internet gehört also mittlerweile ganz selbstverständlich zu unserem Alltag und ist aus diesem nicht mehr wegzudenken. Die Navigation durch die Stadt erfolgt durch Google Maps, Einkäufe werden über Amazon getätigt und mit Onlinespielen vertreiben wir uns die Lageweile, während wir unsere sozialen Kontakte über Social Media pflegen. Wir nutzen das Netz der Netze wann und wo immer wir wollen. Doch wo hört die "gesunde" Internetnutzung auf und wo beginnt das "gefährliche" vielleicht sogar suchtgefährdete User-verhalten? Mit diesen und weiteren Fragen rund um das Thema Internet und dessen gesundheitliche Gefahren, beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler und das Beratungsteam des Landshuter Netzwerks. Die Klassen lernten neben der Onlinespiel-Sucht noch weitere Suchtbereiche, wie Online-Shopping, Social Media und Youtube kennen. Darüber hinaus bot sich für die Jugendlichen die Möglichkeit ihre individuellen Erfahrungen und Einschätzungen mit der Thematik im Rahmen eines interaktiven Workshops anzubringen und mit den Experten in Kontakt zu treten.